Spielberichte 1.Mannschaft
Sie möchten wissen wie unsere Spiele so laufen?
Von ausgewählten Mannschaftskämpfen bieten wir hier ausführliche Berichte.
17.01.2010 - SK Schweich - SG Heimb.-W./Neuw. 3 - 5
13.09.2009 - SC Prüm - SK Schweich 5 - 3
07.12.2008 - SK Schweich I - SC Bendorf 4,5 - 3,5
17.01.2010 - SK Schweich - SG Heimb.-W./Neuw. 3 - 5Hallo Mannschaft,
gegen die bärenstark besetzte Mannschaft aus Heimbach/Weis war uns das Glück
gleich in mehreren Partien nicht hold. So verloren wir nachdem auch die letzte
Partie nach knapp 6 Stunden beendet war, mit 3:5. Das wir heute hätten gewinnen
können, ja, nach Analyse der Partien, sogar müssen, das ändert leider nichts
mehr daran.
Nach knapp 3 Stunden gingen wir mit 1:0 in Führung, nachdem Harald am 8.
Brett gegen Edmund Schnur DWZ 1970/ELO 2183) nach einer stark gespielten
Aljechin-Eröffnung gewinnen konnte. Unmittelbar darauf verlor Dietmar an 7
gegen den an diesem Tag wohl zu starken Dr. Matusch (DWZ 2025). Während sich
die 4. Stunde und somit die Zeitnotphase näherte, gingen wir erneut in Führung.
Diesmal war Jörg derjenige, der seine sehr solide geführte Partie gegen Benno
Jacke (DWZ 1954/ELO 2017) an Brett 6 verdient für sich entscheiden konnte.
Alain einigte am 4. Brett nach Beenden der Zeitnot gegen den starken Christian
Fink (DWZ 2088/ELO 2190) auf Remis. Vielleicht war mehr drin, aber auch so wars
eine gute Leistung. Gegen den Christian muss man erst mal gewinnen. Wir führten
nun mit 2,5:1,5.Nun war auch meine Partie am 5.Brett gegen Lukas Winterberg (DWZ 2090/ELO
2060)remis. Ich konnte den Mehrbauern nicht gewinnbringend nutzen. Was
allerdings viel schlimmer wiegt, ist, dass ich gleich zweimal im Endspiel die
Gewinnkombination übersah. Noch 3 Züge vor Schluss war ein Gewinn möglich.Glück
für meinen noch jungen Gegner. Pech für mich.Es stand 3:2 und es kam nun auf die 3 Spitzenbretter an, die ihrem Namen mit
all den Titelträgern diesmal alle Ehre machten. Nach 3 Stunden sah es so aus,
als würde Hubert gewinnen, auch Serge stand keineswegs schlechter. Unser
kranker und erkälteter Boris konnte sich, wie es den Anschein hatte, aus seiner
mehr als schlechten Stellung in ein Turmendspiel mit Minusbauer retten, was
Remischancen bot.Als erster verzettelte sich nun Hubert. Gegen Jochen Schäfer (DWZ 2150)
verlor er in deutlich besserer Stellung erst durch Springergabel eine Figur,
dann fand er im Endspiel mit 3 Bauern gegen Springer und Bauer den Remisweg
nicht. Schach ist manchmal Grausam. So mussten wir das 3. Brett verloren geben,
was so "nicht geplant" war. An den ersten beiden Brettern sah es
lange so aus, als könnten beide Schweicher remis halten. Nach einem
Zeitnotblitz, bei dem keiner wußte, wann die 40 Züge erreicht waren und auch
Harald, der mitschrieb, mit dem Schreiben nicht mehr hinterher kam, hatte Serge
seine Siegchance verpasst und es sah nach Remis aus. Aber auch er
hatte heute das Pech auf seiner Seite. Gegen FM Thomas Roos (DWZ 2128/ELO 2203)
musste auch er nach 5,5 Stunden aufgeben.Und auch Boris streckte nach knapp 6 Stunden und 26 ungeschlagenen Partien
in Folge (mit 24,5 Punkten) zum ersten Mal seit fast 4 Jahren die Waffen gegen
einen IM Alfred Kertesz (DWZ 2211/ELO 2271), der an diesem Tag einfach eine
Nummer zu groß war.So verloren wir wirklich unglücklich mit 3:5 und finden uns nun mitten im
Abstiegskampf wieder. Das Spiel am 21.02. beim Tabellenletzten Nickenich wird
somit zum "Vier-Punkte"-Spiel. Die Einzelergebnisse nochmal im Überblick:Boris- IM Kertesz (DWZ 2211/ELO 2271) 0:1
Serge- FM Roos (DWZ 2128/ELO 2203) 0:1
Hubert- Schäfer (DWZ 2150) 0:1
Alain- Fink (DWZ 2088/ELO 2190) 0,5:0,5
Dirk- Winterberg (DWZ 2090/ELO 2060) 0,5:0,5
Jörg- Jacke (DWZ 1954/ELO 2017) 1:0
Dietmar- Matusch (DWZ 2025) 0:1
Harald- Schnur (DWZ 1970/ELO 2183) 1:0
Allen einen schönen Start in die Woche!
Dirk
13.09.2009 - SC Prüm - SK Schweich 5 - 3
Hallo Zusammen,
manchmal rücken Dinge in den Hintergrund, so wie heute mittag. Ein Sterbefall in meiner Familie liess das Schachspielen plötzlich unwichtig werden. Dennoch möchte ich Euch einen kurzen Rückblick auf unser erstes Spiel geben, unsere beiden Youngster haben diesen Bericht allein schon wegen ihrer tollen Leistung verdient!
Mit gerade einmal 6 Leuten fuhren wir heute morgen nach Prüm. Jörg musste mir kurzfristig, es war ihm mehr als unangenehm, aus sehr verständlichem Grunde absagen. Von der Papierform her lagen wir also nicht nur mit 0:2 zurück, unser Gegner war uns bis aufs erste Brett, da saß ja unser Punktegarant der Boris, teilweise mit einer DWZ-Differenz von über 500 Punkten (!) so dermaßen überlegen, dass es ein aussichtloses Unterfangen zu sein schien, hier überhaupt zu punkten.
Um so erstaunlicher war der Spielverlauf. Dirk nahm, vielleicht etwas zu früh, nach einem Königsangriff, das Remisangebot seines Gegners an. Wie es der Zufall will hat es meine Partie bereits bis zu unserer Endstellung 1962 in einer Großmeisterpartie zwischen GM Bruno Parma und Jiri Fichtel, beim Länderspiel zwischen Jugoslawien und der CSSR, gegeben.
Danach wurde gekämpft. Als nächstes remisierte Julian, da waren bereits knappe 4 Stunden gespielt. Er hätte, nach einer tollen Kombination gegen einen um 200 Punkte stärkeren Gegner mehr als ein Remis verdient gehabt. Es war toll zu sehen, wie er nicht einfach auf Remis spielte, sondern von Anfang an (und das mit den schwarzen Steinen!) auf Gewinn spielte. Julian wurde für seine tolle Leistung nicht ganz belohnt. Dennoch Hut ab vor diesem Remis.
So stand es 1:3. Nun punktete unser Boris. Man könnte sagen, wie gewohnt. Schaut man sich aber mal wieder den Gegner an, kein geringerer als Albin Dal Borgo, so kann man diese Leistung nicht hoch genug ansiedeln. Auf einmal stand es 2:3. Harald und Dietmar hatten zu diesem Zeitpunlkt ausgeglichene Stellungen auf dem Brett, Christian stand gegen seinen um über 500 Punkte stärkeren Gegner aus einer schlechteren Stellung dank geschicktem Positionsspiel immer besser. Zu hoffen, dass aber ausgerechnet er gewinnen würde, so dass wir ein 4:4 schaffen würden, hat aber bis dahin niemand gewagt.
Harald remisierte als nächstes. Ein Sieg war wohl nicht mehr möglich. So stand es 2,5:3,5. Nun wurde es eng an beiden noch spielenden Brettern. Leider mit dem schlechteren Ende für uns. Während Christian ein nie für möglich gehaltenes Remis gegen einen bärenstarken Gegner erzielte (eine so dermaßen tolle Leistung, dass ich mir wünsche, ihn noch öfter in unserer Mannschaft spielen zu sehen), verlor Dietmar sein Turmendspiel. Jaja, Turmendspiele. Vermutlich war mehr drin bei ihm und seiner Partie, aber Fehler machen nun mal das Schachspiel aus. Schade, dass ihm der Fehler unterlief. Auch er hätte mehr verdient gehabt.
Wenn wir den Spielverlauf betrachten, so muss man vor dieser Mannschaft den Hut ziehen. Ja, wir haben verloren, aber in einer Art und Weise, mit einem Kampfgeist, die Respekt verdient. All denjenigen, die sich heute aufopferten und trotz der hoffnungslosen Lage für die Mannschaft spielten und nicht absagten, denen möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen.
Hier die Einzelergebnisse: 1. Boris- Dal Borgo (Elo 2180/DWZ 2190) 1:0 2. kampflos 0:1 3. Dirk-Becker (ELO 1982/DWZ 1936) 0,5:0,5 4. kampflos 0:1 5. Dietmar- Maraite (ELO 2077/DWZ 2015) 0:1 6. Harald-Neuens (ELO 2067/DWZ 1912) 0,5:0,5 7. Christian Görgen - Giagoulis (DWZ 2024) 0,5:0,5 8. Julian- Poloczek (DWZ 1738) 0,5: 0,5
Das kommende Spiel gegen Mörsdorf wird somit schon zu einem entscheiden Vierpunktespiel. Ich bin gespannt, mit welcher Mannschaft wir am 04.10. zuhause auftreten werden.
Euch allen einen guten Start in die Woche!
Dirk
07.12.2008 - SK Schweich I - SC Bendorf 4,5 - 3,5
07.12.2008 - SK Schweich I - SC Bendorf 4,5 - 3,5
Hallo Mannschaft!
Mit einem wichtigen Sieg beenden wir das Jahr 2008 und überwintern wohl auf dem vorerst sicheren 4. Platz. Wer hätte das vor 3 Spieltagen geglaubt? Ein Sieg im Januar gegen das Tabellenschlusslicht Mörsdorf und wir sind schon 3 Spieltage vor Schluss aller Abstiegssorgen ledig.
Wie es dazu kam? Nach der "Kür" gegen Koblenz folgte die "Pflicht" gegen die keineswegs schwach aufspielenden Bendorfer, die sich so teuer als möglich verkauften. Das Spiel hätte durchaus auch anders enden können, so knapp und eng ging es an den 8 Brettern zu.
Wichtig war heute zum Einen, dass Alain mit von der Partie war. Zum Anderen kommt Jörg immer besser in Fahrt und erspielte sich heute seinen zweiten Sieg in Folge. Der Reihe nach......
Nach knapp eineinhalb Stunden musste Harald aufgeben. Er übersah in besserer Stellung nach der Eröffnung eine Kombi und das Ergebnis war entsprechend haarsträubend. Kein guter Auftakt. Zu diesem Zeitpunkt deutete nicht sehr viel auf einen Sieg von uns hin. Boris stand besser, auch Jörg, aber Uwe und Dietmar standen schlechter. Es blieb abzuwarten, wie sich das Spiel entwickeln würde.
Etwa 10 Minuten nach Haralds Niederlage durfte Jörg den Lohn seiner Mühe und seiner kreativen Spielweise einfahren. Schon in der Eröffnung überrollte er seinen Gegner, in dem er dessen Ungenauigkeiten mit einer Konsequenz strafte, dass dieser schon im frühen Mittelspiel die Segel streichen musste. Kompliment Jörg, dass war eine Klasse Leistung. Mit Weiß scheinst Du sehr gut unterwegs zu sein.
Kurz danach remisierte ich an Brett 3. Ich erwartete einen Sieg von Boris und nahm das Remisangebot meines Gegners an. Was will man als Schwarzer auch machen, wenn die Eröffnungsvariante Französisch-Tarrasch heisst? Ich sollte mal über eine Alternative zu 1.e6 nachdenken, gell Uwe?
Jedenfalls wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht. Boris steuerte mit einem nie in Frage gestellten Sieg am ersten Brett seinen Anteil zum heutigen Sieg bei. Du hast Dich offenbar gut vorbereitet. Es kam genau das aufs Brett, was Du analysiert hast.
Nun stand es 2,5:1,5 und es war nicht direkt auszumachen, wie es weiter gehen würde. Dietmar hatte seine Stellung konsolidiert und den Minusbauern wieder zurückgewonnen. Ja, er stand vermutlich sogar besser. Leider ging die Konsolidierung seiner Stellung zu Lasten seiner Zeit. Weniger als 5 Minuten standen auf seiner Uhr, bei noch jeder Menge Züge.....
Auch Uwe stand nicht gut. Mit 2 Minusbauern und keiner Kompensation für diese zeigten sich nun doch mehr als deutlich die Auswirkungen einer durchzechten Nacht mit dem Nikolaus. Wir sollten mit dem heiligen Herrn mal ein ernstes Wörtchen reden.
Werner am 8. Brett stand etwas besser als sein Gegenüber. Aber ob das zu Sieg reichen sollte? Mitten in diese Frage hinein gewann Alain im Endspiel eine Qualität. Aus einer ausgeglichenen Alapin-Eröffnung hatte Alain in ein ebenso ausgeglichenes Mittelspiel und vielleicht sogar in ein für ihn etwas schlechteres Endspiel abgewickelt, als seinem Gegner ein folgenschwerer Fehler unterlief. Es spricht für Alains Spielstärke, dass er genau wusste, wie er diesen Fauxpas konsequent zu einem wichtigen Punkt nutzen konnte. Nur wenige Züge später gab sein Gegner auf.
So stand es 3,5-1,5.
Numerisch sah das nach einer sicheren Sache aus. Der Blick auf die verbliebenen 3 Bretter ließ anderes erwarten.
Dietmar wurde tatsächlich Opfer seiner Zeitnot. In einem spannenden Endspiel, mit wohl leichten Vorteilen auf seiner Seite, aber vielen Möglichkeiten und Komplikationen, übersah er eine entscheidende und musste zum ersten Mal in dieser Saison aufgeben.
So stand es 3,5:2,5.
Auch Uwe hatte nur noch 5 Minuten für 20 Züge und, was noch dramatischer war, alles andere als eine Stellung. Weder eine gute, noch eine passable. So machte er in der Not, dass, was am plausiblesten klang. Er startete noch einen letzten Verzweiflungsangriff. Als dieser zu Ende war, stand es 3,5:3,5.
Und es hing an Werner, ob wir heute das Spiel als Sieger verlassen sollten und unseren zweiten Sieg in Folge einfahren sollten. Inzwischen hatte er einen entscheidenden Vorteil, einen Mehrbauern, erspielen können. Nach geschicktem Abtausch der Damen war das nun vor ihm stehende Springerendspiel gewonnen, da sein Gegner die beiden verbundenen Freibauern auf der a- und b-Linie nicht aufzuhalten wußte.
Dies sah Werner Gegner rechtzeitig ein und überstrapazierte seine Nerven nicht. Er gab sehr schnell auf.
So haben wir heute einen wichtigen Sieg errungen. Diesmal überwiegend an den vorderen Brettern, wo wir 3,5/4 holten.
Das nächste Mal sind die hinteren Bretter wieder dran...;-)
So endete ein spannendes Spiel zu einer für uns ungewöhnlichen Uhrzeit. Um kurz nach 14 Uhr waren alle Partien beendet und wir konnten in Ruhe noch zusammen sitzen und den Sieg genießen.
Ich wünsche Euch allen ein paar frohe und erholsame Weihnachtstage. Lasst Euch vom Christkinde reich beschenken und übt schön für die kommenden Aufgaben, die uns bevorstehen!



